Oh du fröhliche...

Mittwoch, 30.01.2013

In diesem Blog erfahrt ihr alles über meine Weihnachtszeit in China, die am Ende sehr typisch deutsch verlief und wieder viele tolle Momente bereit hielt. Klar, habe ich meine Familie und Freunde in dieser Zeit sehr vermisst, aber wie meine kleine Schwester in ihrer Weihnachtskarte so schön schrieb: „Sei nicht traurig, nächstes Jahr feiern wir wieder zusammen“…Danke NiciLächelnd

Als ich am 18.12. meine liebste Schwester am Flughafen in Shanghai verabschieden musste, wäre ich am liebsten mitgeflogen. Danach war ich erstmal ziemlich geknickt, denn das geahnte Heimweh machte sich nun bemerkbar…ICH HASSE ES! Aber zum Glück war ich nicht die Einzigste, die über Weihnachten in China geblieben ist.

Da Julius Mum (Veronika) und Sis (Lotte) am 22.12. in Shanghai landeten, fuhren wir (also Johannes, Wiebke, Julius und ich) am Samstag um 6.00Uhr morgens! zum Flughafen, um die beiden abzuholen. Noch etwas verpeilt und viel zu hungrig, checkten wir schnell in unserem Hostel ein (da war es bereits 12Uhr) und fuhren dann zum „elements fresh“ (das Restaurant habe ich schon mal in einem anderen Blogeintrag erwähnt!). Nach der köstlichen Stärkung machten sich Julius, Veronika, Lotte und Wiebke auf dem Weg zum Schneider. Johannes und ich liefen zum „Yu-Garden“…@Nici: Du kannst dir gar nicht vorstellen wie groß der eigentlich ist. Wir haben bei unserem Besuch nur ein Viertel davon gesehen! Jedenfalls gibt es dort sehr viele schöne und kleine, typisch chinesische Einkaufsläden und am Abend ist es wunderschön. Als Johannes und ich auf dem Rückweg waren, wurden wir dann von drei Chinesen angesprochen, ob wir nicht Lust hätten mit denen auf eine Tee-Party zu gehen! Ich erkannte zwei davon sofort wieder, denn (Nici jetzt halt dich fest!) es waren genau dieselben, die mich und meine Sis eine Woche vorher auch angesprochen hatten! Im Hostel trafen wir uns dann alle in der hauseigenen Bar wieder, gönnten uns einen Cocktail und beschlossen auf den „Shanghaier Weihnachtsmarkt“ zu gehen. Wir wussten zwar, dass die Tickets laut Internet schon ausverkauft waren, aber wir wollten es trotzdem versuchen. Und dank Wiebkes Überzeugungskunst und unserem „Ausländer-Bonus“ kamen wir auch hinein und tranken Original-deutschen Glühwein (die Chinesin, die ihn verkaufte, hat mal in Bonn gelebt) und aßen Thüringer Bratwurst! Während Veronika zurück zum Hostel fuhr, ging es für uns weiter ins Phebes und feierten bis zu einer bestimmten UhrzeitLachend

Am nächsten Morgen waren wir erstmal ausgiebig im „Sunfleur“ brunchen und gingen danach zum Fake-Market. Vier Stunden später und eine Handvoll Weihnachtsgeschenken und anderen Souvenirs verließen wir den Markt mit einem zufriedenen Lächeln (seit HK macht das Feilschen richtig Laune…Die Händler haben schon Angst vor uns^^). Eigentlich wollten wir an diesem Tag wieder nach ZJG, aber wie die Chinesen nun mal sind, wurden wir von unserem Fahrer vergessen. Also verbrachten wir noch eine zusätzliche Nacht in Shanghai. Den Abend ließen wir dann gemütlich in einer Bar beim Karten spielen und leckeren Getränken ausklingen.

Und dann war es auch schon soweit…Montag, der 24.12.12. – HeiligabendLächelnd Wiebke und mir stand noch das volle Weihnachtsprogramm bevor! Das heißt, wir gingen in Wal-Mart einen Weihnachtsbaum (zwar künstlich, aber besser als keiner), Weihnachtsdeko und die Zutaten für das Abendessen sowie für die Kekse einkaufen. Dabei wurden wir pausenlos von den Chinesen angestarrt. Eigentlich dachte ich, dass ich mich an die Blicke gewöhnt hätte, aber an diesem Tag war es einfach unglaublich penetrant! Danach suchten wir noch nach einem Weihnachtsgeschenk für Veronika und Lotte und wurden fündig. Vollgepackt mit tollen Sachen fuhren wir dann zu mir und  der „Kekse-Back-Marathon“ begann. Es gab Mürbeteigplätzchen, Neapolitaner, Kokosmakronen und Zimtsterne. Dann packten wir alle Geschenke zusammen und schmückten unseren Baum. Gegen 18Uhr kam Johannes zur Unterstützung dazu und wir bereiteten das Abendessen zu. Es gab -typisch deutsch- Wiener mit Kartoffelsalat, Baguette mit selbstgemachter Kräuterbutter und GlühweinJ Es ist sehr von Vorteil, wenn man wie ich, in einer zum Teil deutschen Familie lebt! Ihr merkt also, dass es uns an nichts fehlte. Gegen 21Uhr kamen dann Julius, seine Mum und Sis zu uns und dann gab es endlich die Bescherung. Auf diesem Weg möchte ich mich nochmal ganz doll bei meiner Sis Nici, Sandra, Markus, Christopher und Alex für die tollen Geschenke bedanken…Ihr seid die Besten! Das Weihnachtspaket von meinem Paps ist leider immer noch unterwegs…Ich hoffe, dass es spätestens zu meinem Geburtstag da istBrüllend

An den darauffolgenden Tagen unternahmen wir noch weitere Dinge:  Am 25.12. waren wir Frauen zur Fußmassage und abends trafen wir uns alle im Teehaus zum Karten spielen. Am 26.12. fuhren Wiebke und Johannes nach Suzhou, Julius und ich zeigten Veronika und Lotte die besonders schönen Seiten von Zjg. Am 27.12. flog Julius Mum schon wieder zurück nach Dtl., also hieß es mal wieder Abschied nehmen (langsam wird es zu einem Dauerzustand). Julius brachte sie zum Flughafen nach Sh, Lotte und ich fuhren mit dem Bus nach Wuxi, um dort Johannes und Wiebke zu treffen. Unser Ziel war der „Lingshan Grand Buddha“. Er ist ca. 88Meter hoch und somit einer der größten Buddha-Statuen in China und auch auf der Welt. Zwar regnete es die ganze Zeit, aber der Ausflug dorthin, hat sich definitiv gelohnt (siehe Fotos). Abends feierten war dann in den Geburtstag von Julius hinein und natürlich auch am nächsten Abend rausZwinkernd Da ich noch nie beim Karaoke war, legten wir dieses Vorhaben auf den 30.12. – ein ebenfalls witziger Abend mit vielen spontanen Tanzeinlagen. Jetzt hätte ich fast vergessen, das schönste Ereignis zu erwähnen – Am 29.12. hat es den ganzen Tag in Zjg geschneitJ Zwar hat es schon in Peking geschneit als ich mit Nici dort war, aber weil das Phänomen „Schnee“ in China so selten vorkommt (ca. aller 5Jahre) freut man sich besonders.

Obwohl in China kein Weihnachten gefeiert wird, musste ich an diesen Tagen auf nichts verzichten! Es war eine wirklich schöne Zeit. Ich hoffe, dass auch ihr alle eine schönes Weihnachten mit eurer Familien und euren Freunden verbracht habt.

In diesem Sinne…

Ich denk an euch.

P.s. Die Fotos füge ich noch im Laufe der Woche hinzu. Im Moment ist es nicht möglich, da iwelche "Wartungsarbeiten" durchgeführt werden!

In 10Tagen durch China

Mittwoch, 30.01.2013

Endlich war es soweit: Am 08.12.12 um 16Uhr landete meine kleine Schwester in Shanghai. Doch bevor ich sie voller Freude in die Arme schließen konnte, musste ich ca. eine Stunde warten bis sie durch die Tür zum Meeting Point kam. Ich war überglücklichLächelnd

Nach einer kleinen Stärkung (Nici probierte zum ersten Mal „Miniapfel“) fuhren wir mit der U-Bahn zu unserem Hostel. Leider war die Fahrt eine echte Herausforderung – Erstens kamen viele Bettler durch den Wagen, die um Geld baten. Zweitens hätten wir fast den Umstieg verpasst und drittens waren wir über eine Stunde unterwegs. Wir checkten in dem Hostel „The Phoenix“, eine Empfehlung von den anderen, die bereits öfters in SH waren, ein. Als wir unser Zimmer bezogen, gönnte sich Nici noch schnell eine Dusche bevor wir uns auf dem Weg zum Bund machten. Als wir das Hostel verließen, sahen wir einen Mann mit einem Affen an der Leine. Nici wechselte sofort die Straßenseite und ich wollte nur schnell ein Foto machen. Ein großer Fehler: Denn der Mann kam direkt auf mich zu und warf mir förmlich den Affen entgegen. Das war voll unheimlich. Total erschrocken lief ich zu Nici und das Foto ist leider auch nichts geworden. Am Bund angekommen, bestätigte sich die Aussage meines Gastvaters, dass es dort zum Abend sehr schön ist und damit hatte er nicht untertrieben.

In der Zwischenzeit hatte ich mit Wiebke und Julius, die ebenfalls an diesem Wochenende in SH waren, telefoniert. Da die beiden noch auf einem Weihnachtsmarkt waren, wollten wir uns zu später Stunde in der „Captains Bar“ treffen. Also liefen Nici und ich Richtung Fuzhou Road, ein beliebte Einkaufsstraße und suchten erstmal nach einem Restaurant. Obwohl ich die chinesische Küche sehr bevorzuge, landeten wir am Ende doch in einem Western Restaurant, wo es nur so von Ausländern wimmelte. Am Ende entschieden wir uns doch für etwas Asiatisches: Fried Rice und Salat mit Mango und Shrimps. Danach liefen wir zur „Captains Bar“ und gönnten uns einen Cocktail. Wiebke und Julius wollten eigentlich tanzen gehen, aber Nici war noch ziemlich fertig vom Flug, also gingen wir zurück zu unserem Hostel. Ich hatte ihr wirklich schon an dem ersten Tag/ Abend viel zugemutet, also wollte ich sie nicht länger von ihrem verdienten Schönheitsschlaf abhalten. Außerdem wollten wir am nächsten Morgen wieder früh raus. Am Sonntag (09.12.) erkundeten wir bei herrlichem Sonnenschein den „People´s Square“. Dort gibt es viele Dinge zu sehen, u.a. das Opernhaus „Grand Theatre“, das „Art Museum und das „Shanghai Museum“. Beim Geld umtauschen, entdeckten wir ein Starbucks und frühstückten dort. Auf dem Weg zum „Shanghai Museum“ sprach uns eine Gruppe von Chinesen an…Das sollte aber nicht das erste und letzte Mal in diesen zehn Tagen sein. Leider war vor dem Museum eine sehr lange Schlange (der Eintritt ist frei) und da wir einen festen Zeitplan hatten, gingen wir weiter zum Square Park.

Zurück im Hostel, packten wir unsere Taschen und machten uns auf dem Weg zum Hongtiao Airport, da um 14.30Uhr unser Flieger nach Beijing ging. Dazu muss ich erwähnen, dass wir für die Fahrt mit der U-Bahn ca. eine Stunde benötigten und als wir am Check-In ankamen, erklärte uns die „nette Dame“, dass unser Flug verschoben wurde…und zwar auf 14.00Uhr und es war bereits 13.25Uhr, uns blieben also nur noch 35Minuten. Nun musste alles sehr schnell gehen: Nicis Rucksack abgeben (ich behielt meine Tasche, da sie als Handgepäck durchging), Boardtickets schnappen und ab zum Security-Check. Dort wurde meine Tasche erstmal ausgepackt! Ich Idiot hatte vor lauter Stress vergessen, dass sich meine Kosmetik in der Tasche befindet. Also musste ich fast alles abgeben: Deo, Duschbad, Haarwäsche, …, diskutieren war da sinnlos und als wäre das nicht schon schlimm genug, kamen wir völlig fertig am Gate an, dass vor 2Minuten geschlossen hatte und nun niemanden mehr durch ließ! Da standen wir also: Flieger weg mit Nicis Rucksack. Wer mich kennt, weiß, dass ich wegen so Etwas schon mal die Nerven verlieren kann und ich war kurz vorm „Explodieren“. Ich muss zu meiner Verteidigung sagen, dass ich in dem Moment nicht untertreibe, denn erst 2,5Stunden später saßen wir im Flieger nach Beijing! Manchmal ist es wirklich schwierig die Lebensart der Chinesen zu tolerieren…

Gegen 19.30Uhr landeten wir in Beijing, noch eine kurze Zitterpartie am Gepäckband, da wir noch nicht sicher sein konnten, dass der Rucksack wirklich da ist, aber alles ging gut! Vom Flughafen aus fuhren wir zuerst mit dem Zug und dann mit der U-Bahn zu unserem Hostel. Das „King Joy´s Hotel“ hatte ich wie auch das Hostel in Nanjing über „hostelworld“ gebucht. Ich hatte zwar Fotos gesehen, aber man kann nie wissen. Jedenfalls hatten wir bei unserer Wahl Glück: Das Ambiente und unser Zimmer waren sehr schön. Da es bereits 21.00Uhr war und zudem war es eiskalt (ca. -8Grad), erkundeten wir nur die umliegende Gegend (wir brachten ja auch neues Duschbad und Haarwäsche) und buchten für den nächsten Tag einen Tagesausflug (inklusive Frühstück und Mittagessen) zur chinesischen Mauer.

Am Montag (10.12.) startete unserer Bus nach Mutianyu (einer der vier Abschnitte der chinesischen Mauer) bereits um 7.00Uhr. Unterwegs hielten wir noch an drei weitern Hostel und nahmen Leute mit, so dass wir am Ende eine Gruppe von 17Leuten waren. Die 2stündige Fahrt nutze ich zum Schalfen, denn uns stand ein anstrengender Tag bevor. Vor dem Aufstieg erklärte unser Reiseführer (seinen Namen habe ich schon vergessen) alle wichtigen Dinge, wovon ich die Hälfte nur verstanden hatte, aber Nici war ja mit dabei;) Wir fuhren also mit einem Ski-Lift nach oben (zu Turm 6). Von dort aus liefen wir erstmal zu Turm 1. Das war der steilste und schwierigste Teil dieser Mauer. Oh mein Gott…Da hatten wir ganz schön zu kämpfen…Und haben es am Ende geschafft. Dann liefen wir von Turm 1 zu Turm 14. Dort gönnten wir uns eine kleine Pause und kauften die teueresten Oreo-Kekse ever (als Gegenleistung musste der Verkäufer noch ein paar Bilder von uns vor der chinesischen Mauer machen). Von Turm 14 liefen wir wieder zurück zu Turm 6, denn von dort aus ging eine „Rodelbahn“ nach unten. Eine sehr witzige Fahrt – Details werde ich für mich behalten, da nicht alle Beteiligten ihren Spaß hatten:D In einem Restaurant gab es dann traditionelles chinesisches Essen. Nici meinte am Ende der Reise, dass es das beste Essen war, was sie in der Zeit hier gegessen hatte (ich glaube das „Fried Rice“ kochen muss ich noch üben). Dann fuhren wir wieder zurück in unser Hostel und wir fielen total erschöpft in unsere Betten. Eigentlich wollten wir uns nur kurz ausruhen, es gab noch viel zu sehen…Besser gesagt als getan. An dem Abend verließen wir nur noch einmal unser Bett, um im Hoteleigenen Restaurant etwas zu essen.

Am Dienstag (11.12.) sahen wir u.a. den Tian´anmen Square, die „Verbotene Stadt“ und die „Stadtmauer“. Abends gingen wir dann in einem Restaurant essen.

Am Mittwoch (12.12.) liefen wir zum Tiantan Park (dort steht der Himmelsaltar) und es schneiteJ. Für den Park mussten wir Eintritt bezahlen (alle Parks in Beijing kosten Eintritt), aber es hat sich gelohnt. Ich fand es dort sehr schön. Zum Nachmittag mussten wir wieder zum Flughafen, denn es ging weiter nach Nanjing. Überpünktlich erreichten wir unser Gate und hatten noch Zeit für einen Kaffee. Wenn man bedenkt, dass meine Schwester nicht gern fliegt, habe ich ihr in diesen Tagen wirklich viel zugemutet, aber sie hat sich tapfer geschlagen!

Leider gibt es in Nanjing noch keine U-Bahn, also fuhren wir erstmal mit dem Bus Richtung Stadtzentrum. Dabei lernte ich eine sehr nette Chinesin kennen. Sie half uns am Ende unser Hostel zu finden. Ehrlich gesagt, bin ich immer zu geizig ein Taxi zu nutzen. Außerdem habe ich immer die Befürchtung, dass man als Ausländer abgezockt wird. Zum Abend liefen wir durch eine große Einkaufsstraße, wo sich auch der Konfuzius-Tempel befand, und gingen „Hotpot“ essen. Am nächsten Morgen (13.12.) wollten wir eigentlich zum Dr. Sun Yat-sen's Mausoleum gehen. Aber leider hatten wir keine Karte von Nanjing und hatten somit keine Ahnung, wo sich dieses Grabmal befindet und das Hostel-Personal konnte uns auch nicht weiterhelfen. Außerdem fuhren wir an diesem Tag weiter nach Zhangjiagang, meiner „Heimatstadt“. Also gingen wir ausgiebig frühstücken und schauten uns die Gegend an.

Gegen 16.00Uhr waren wir dann in ZJG und waren zum Essen von einem Freund (sein deutscher Name war Hans von Steiner!) meiner Gastmutter eingeladen. Danach ging es „Malone´s“…Nici lernte also gleich „unsere“ Stammkneipe kennen. Sie meinte, dass es sie ans „Rosis“ erinnert. An diesem Abend wurde sie gebührend von den anderen empfangen. Sie durfte nichts ausschlagenZwinkernd

Am Samstag (15.12.) machten wir einen Tagesausflug nach Suzhou. Dort sahen wir uns das Suzhou-Museum und die „Weiße Pagode“ an. Leider war das Wetter nicht so toll, deswegen fuhren wir eher als geplant wieder zurück. Zum Abend waren wir dann zur „Home-Warming-Party“ von Uli eingeladen. Es gab typisch deutsch Wiener und Leberkäse mit selbstgebackenen Brezeln, Briegel, etc., und Nici schien sehr glücklich darüber zu sein. Auf dieser Party musste sie zum ersten Mal „Baijiu“ probieren, ich glaube das war für sie das erste und letzte Mal!

Der nächste Tag (16.12.) begann erstmal mit einem kleinen Kater und dem Weg nach SH. Wir checkten wieder im „The Phoenix“ ein, dieses Mal war das Zimmer aber nicht so schön wie bei unserer ersten Übernachtung. Und Nici…Die Geräusche kamen von unseren Nachbarn und nicht von einem Tier! Die letzten zwei Tage fuhren wir mit der Fähre auf die Pudong-Seite, gingen in den Yu-Garden (dort wurden wir von Chinesen zu einer „Tee-Party“ eingeladen, wir lehnten ab!) und in den Fuxing Park. Also nochmal das volle Programm „Sightseeing“.

Am 18.12. flog meine Schwester wieder nach Deutschland. Ich brachte sie zum Flughafen. Obwohl ich es nicht zeigte, fiel mir der Abschied sehr schwer. Am liebsten wäre ich mitgeflogen!

Tja, und jetzt liegt dieser Trip schon 2Monate zurück. Es könnte sein, dass ich eventuell ein paar wichtige Dinge vergessen habe. Aber das wird dann zum Glück nur meiner kleinen Schwester auffallen.

Auf diesem Weg möchte ich mich nochmal bei meiner Schwester Nicole bedanken: Danke, dass du diesen weiten Weg für mich aufgenommen hast. Ich weiß, dass du das Fliegen „hasst“! Es war eine sehr schöne Zeit mit dir. Ich hoffe du hattest viel Spaß. Ich hab dich lieb.

Leider fehlen die Bilder. Im Moment ist mir es einfach nicht möglich, welche hochzuladen.

Ich denk an euch.

(UN)HAPPY NEW YEAR

Freitag, 04.01.2013

Silvester verbrachte ich mit Wiebke, Johannes, Julius, Lotte (Julius Schwester) in Shanghai. Es war ein wirklich toller Abend mit vielen unvergesslichen Erlebnissen. Es wird schwierig diesen Abend in den nächsten Jahren toppen zu könnenZwinkernd…(@Andre: Du musst dieses Jahr also was GANZ BESONDERES planen…)

Bevor es nach Shanghai ging, besuchten Wiebke, Lotte und ich in ZJG noch einen Frisör-Salon. Immerhin war es ein besonderer Abend und wir wollten besonders gut aussehenCool Jedenfalls war dieser Besuch unser erstes Highlight an diesem Tag!  Als wir hineintraten, starrten uns alle Chinesen an…Natürlich weil wir „Ausländer“ waren und weil wir mit unserer Haarpracht (blonde, lockige und rote Haare) alles toppten. Nach einer sehr schweigsamen Stunde, bezahlten wir für eine Kopfmassage, waschen und föhnen NUR 20Rmb (umgerechnet 2,50Euro)! Danach holte ich noch unsere „Neujahrstorte“ ab und um 12Uhr fuhren wir dann nach ShanghaiLächelnd

Ich war in letzter Zeit sehr oft in Shanghai gewesen, aber der 31.12.12 hielt alles Unerwartete bereit…Kilometer-lange Staus, an jedem Stand wurden Knaller verkauft und überall Ausländer. Kein Wunder, dass wir Schwierigkeiten hatten ein Hostel zu finden. Gegen 14.30uhr kamen wir „Gott sei Dank“ heil im Hostel an (man muss wissen, dass unserer Fahrer ein Chinese war, der (wie alle anderen) seinen Führerschein iwo gekauft haben muss!). Da wir alle großen Hunger hatten, gingen wir gleich ins „Elements fresh“ und machten nach dem atemberaubenden Essen unseren Plan für den Abend. Nach unzähligen Vorschlägen und Möglichkeiten (zu Silvester in Shanghai hat man die Qual der Wahl) entschieden wir uns für ein Restaurant bzw. ein Bar in „The Cool Docks“. Dieses trendige In-Viertel am ehemaligen Shanghaier Hafen hat viele „ausländische“ Restaurants/ Bars zu bieten. Außerdem liegt es am Bund und dort sollte ab 23.40Uhr eine Laser-Show mit anschließenden Feuerwerk statt finden, also beste Lage und Kulisse um 0Uhr gemeinsam anzustoßenJ Der Plan stand fest, jetzt musste er nur noch in die Tat umgesetzt werden. Während Lotte und Julius zum Schneider fuhren, gingen Wiebke, Johannes und ich zu „The Cool Docks“ und suchten nach einer passenden „Absteige“. Ehrlich gesagt war dies nicht einfach…Erstens war die Auswahl gigantisch (es gab einen Inder, einen Italiener, einen Griechen, StarbucksLachend, etc.) und zweitens war unser Budget knapp bemessen. Am Ende entschieden wir uns für das „Top Choice“ (keine Ahnung, was es für ein Restaurant war), aber es war definitiv die beste Entscheidung. Im Laufe des Abends konnte man sagen, dass der Name des Restaurants sehr passend gewählt ist.

Nachdem dies erledigt war, trafen wir uns alle wieder im Hostel und machten uns fertig, zum „Vorfeiern“ trafen wir uns in Lotte und meinem Zimmer, da unser Tisch erst für 22Uhr bestellt war. Draußen ließen die Jungs dann noch ein paar Knaller los…20Minuten später und 50Rmb ärmer, saßen wir endlich im „Top Choice“ und fühlten uns richtig wohl. Die Musik passte perfekt, die Kellner waren super und das Essen lecker. Gegen 23.30Uhr machten wir uns auf dem Weg zum Bund. Wir erklärten den Kellnern, wohin wir gehen und dass wir danach wiederkommen würden. Die Jungs hatten natürlich wieder ihren Spaß mit den Knallern und wir Mädels genossen die tolle Aussicht und Laser-Show. Um 0Uhr wurde mit „Dosen-Prosecco“ angestoßen und wir sahen ein unglaublich gigantisches Feuerwerk. Ich war echt glücklich…Denn ich weiß, dass ich euch 2013 (fast) alle wiedersehen werde. Einen besseren Start konnte es in das neue Jahr nicht gebenLächelndAußerdem verbrachte ich Silvester mit tollen Menschen, die mir ans Herz gewachsen sind.

Zurück im Restaurant erwartete uns nicht nur die „Neujahrstorte“, sondern auch ein Champagnerbrunnen, gesponsert von der Restaurant-Managerin. Während ich das Privileg erhielt, die Torte anzuschneiden und zu verteilen, wurde uns Champagner eingeschenkt. Eine Minute später genossen wir die Torte und den Champagner in vollen Zügen. Natürlich erhielten alle Angestellten des Restaurants auch ein Stück, als „Dankeschön“. Da am Ende immer noch „Etwas vom Kuchen“ über war und ich schon immer gern jemanden ein Stück ins Gesicht werfen wollte oder mit dabei sein wollte, wenn so etwas passiert, spielten wir das Spiel „Wenn ich du wäre…“. Ich möchte jetzt nicht auf den genaueren Speilablauf eingehen oder iwelche Details äußern, nur…Am Ende hatte ICH die Torte im GesichtLachend

Gegen 2Uhr verließen wir das Restaurant, um noch tanzen zu gehen. Naja…Leider landeten wir in einem Club, wo das Durchschnittsalter 16Jahre betrug und ausschließlich Briten vorzufinden waren, die von Mami&Papi den Abend bezahlt bekamen (ich hoffe es sind nicht alle Briten so!). Egal…Wir hatten trotzdem unseren SpaßZunge raus…Und besser hätte der Morgen nicht enden können…FALSCH! Es geht natürlich auch anders! Wie? Als wir gehen wollten, waren unsere Jacken WEG – GEKLAUT! Ihr müsst vorher noch wissen, dass der Club ziemlich überfüllt war und die Garderoben-Damen zu uns meinte, dass alles voll wäre. Also blieb uns nichts anderes über, als die Jacken mit in den Club zu nehmen und über ein Sofa zu legen. Natürlich blieben wir gleich dort und tanzten von einem auf das andere Bein…Ich weiß nicht wie es passieren konnte, aber am Ende waren sie weg! Leider war mit dem Manager auch nicht zu reden…Also ging es bei ca. 0Grad zurück ins Hostel, in Shirt und Hosen bzw. Kleid.

Während Johannes, Wiebke und Julius ihre warmen Betten aufsuchten, gingen Lotte und ich nur duschen (es war bereits 6Uhr), denn gegen 7Uhr mussten wir wieder zum Flughafen aufbrechen (Lotte flog wieder nach Dtl. zurück und mein Bus fuhr von dort aus nach ZJG). Für Wiebke und Johannes ging es am 2.1. nach Peking und für Julius zurück nach Dtl.

Obwohl der Abend ein böses Ende nahm (die Jacke war auch noch das Weihnachtsgeschenk von meinem Paps!), überwiegt immer noch die Freude und der Spaß über diesen außergewöhnlichen AbendJ

Seit heute sind meine Gasteltern wieder da. Auf der einen Seite freue ich mich sehr, allein wohnen macht nämlich keinen Spaß (@Franzi&Felix: Ich vermisse unser Wg-Leben!) und ich habe Paul schon etwas vermisst, auf der anderen Seite wird es wieder ein „hartes Stück Arbeit“.  

Leider konnte ich in diesem Blog KEINE FOTOS hinzufügen, da die meisten Johannes geschossen hat und er erst am Sonntag wieder aus Peking zurück kommt.

Auf diesem Weg wünsche ich euch allen ein gesundes neues Jahr…Ich freue mich wirklich sehr euch alle wiederzusehen.

Ich denk an euch.

HONG KONG!!!

Montag, 26.11.2012

Nach langer Zeit des Wartens habe ich endlich meinen neuen Blogeintrag vollendet. Natürlich geht es um meinen Trip nach Hong Kong. Es waren fünf unvergessliche TageLächelnd

Los ging es am Mittwoch, 14.11.2012 um 8.30Uhr. Zunächst fuhr ich mit einem Minibus von ZJG zum Hongtiao Airport in SH. Die Fahrt dauerte ca. zwei Stunden…Nichts Spannendes, also nutzte ich die Zeit zum Schlafen. Am Flughafen angekommen, fand ich nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten den Check-In und gönnte mir noch schnell einen Smoothie (in China sind die super billig und werden frisch zubereitet), bevor ich in den Flieger nach Shenzhen stieg. Nach ca. 2,5h Flug (inklusive Mittagessen) landete ich gegen 15.30Uhr in Shenzhen. Die Stadt liegt im Süden der Provinz Guangdong, hat ca. 12Millionen Einwohner und ist von Hong Kong nur durch einen Fluss getrennt. Außerdem lebt der Bruder meiner Gastmutter mit seiner Familie hier und bei Ihnen verbrachte ich die erste Nacht. So sparten meine Gasteltern auch Geld – Denn ein Flug von SH nach HK kostet 1500Rmb und von SH nach Shenzhen „nur“ 700Rmb! Die Familie ist wirklich sehr nett. Nach dem Essen zeigte mir Roger mit Coco (2jährige Tochter) noch ein Teil der Stadt. Mir gefällt sie definitiv besser als ZJG, vor allem weil dort noch 20-25Grad sindZwinkernd Das erste Mal schlief ich in dieser Nacht auf einem typisch chinesischen Bett – Ein Holzbett ohne MatratzeStirnrunzelnd…Ich kann es wirklich NIEMANDEN empfehlen!

Hongtiao Airport SH Blick aus dem Flugzeug Shenzhen am Abend auch hier wird getanzt... ...und fleißig KungFu geübt

Nach einer etwas unbequemen Nacht stand ich am nächsten Morgen gegen 7.00Uhr auf. Zum Frühstück gab es „Fried Rice“ – Jetzt lebe ich schon seit zwei Monaten hier und habe mich immer noch nicht daran gewöhnt, dass es auch morgens warmes Essen gibt. In Deutschland wäre ich mit einem Brötchen und einem Apfel sehr zufrieden gewesen^^ Roger brachte mich dann zur U-Bahn-Station. Eine Stunde später, 20 Stationen weiter und um NUR 7Rmb ärmer, erreichte ich Luhou (Endhaltestelle zur Grenze Shenzhen/ Hong Kong). Von dort aus musste ich zu Fuß über die Grenze, inklusive Passport- und Taschenkontrolle, Ausfüllen von iwelchen Zetteln, etc. Nach ca. einer Stunde hatte ich Prozedur überstanden und ich war endlich in Hong Kong. In Luko kaufte ich mir eine Fahrkarte (für 150HK$ - Hong Kong Dollar; alles fahren) und fuhr dann mit dem Zug zu meinem Hotel. Zum ersten Mal an diesem Tag ergatterte ich einen SitzplatzLächelnd

Über der Grenze

Mein Hotel befand sich im Stadtteil „Mong Kok“ auf der Halbinsel Kowloon, eine sehr gute Lage, denn es gab viele Märkte, z.B. „Ladies Market“ und „Temple Street Night Market“ zum ShoppenCool und es war nur 1Minute zu Fuß von der nächsten U-Bahn-Station entfernt. Es wirkte ziemlich unscheinbar (am Eingang bin ich mindestens zweimal vorbei gelaufen) und war im 6.Stock. Am „Check-In“ (oder sagen wir, in dem kleinen Zimmer, wo die „Rezeptionistin“ hauste) bekam ich einen Schlüssel und wurde zu meinem Zimmer begleitet. Da in HK ziemlicher Platzmangel herrscht, war mein Zimmer auch dementsprechend gehalten – Fein, aber sehr sehr klein und ohne Fenster (dafür mit einer Lüftungsanlage, wodurch man den Verkehr trotzdem hörte)! Zum Übernachten und Duschen war es ausreichendZwinkernd Und es war sauber! Nachdem ich „alles“ inspiziert“ hatte, machte ich mich sofort auf dem Weg, denn ich hatte NUR 3Tage und die wollte ich ausnutzen.

Eigang zum Hotel Der Innenhof Mein Zimmer - Blick von der Eingangstür Das Bad

Mein erstes Ziel war Aberdeen Harbour, eine Stadt auf der Südseite des Hong Kong Island. Hier  leben die meisten Menschen auf alten Fischerdschunken und es gibt drei schwimmende Restaurants (sind bis zu drei Stockwerke hoch und mit aufwendigem chinesischem Dekor wie Drachen versehen). Ich fuhr vom Zentrum aus nur 10Min mit dem Bus (HK ist nämlich gar nicht so groß) und stieg direkt an der Promenade aus. Dort lief ich ein wenig entlang und unternahm dann eine Sampan-Bootstour, denn so hatte ich die Möglichkeit einen Blick auf das Leben in den Hausbooten zu werfen und das schwimmende Restaurant „Jumbo“ zu betrachten. Danach schlenderte ich noch ein wenig durch die Gassen. Es war sehr interessant den großen Kontrast zwischen dem traditionellen Lebensstil und der ansonsten modernen Gemeinde zu sehen, die größtenteils in Hochhäusern lebt.

Der Hafen von Aberdeen Der Hafen von Aberdeen Sampan-Boot Das schwimmende Restaurant Fischerdschunken vs. Hochhäuser

Danach wollte ich noch auf den Peak, der wie Aberdeen auf Hong Kong Island liegt (HK „besteht“ nämlich aus der Halbinsel Kowloon und 262 Inseln, wobei die künstlich angelegte Insel Hong Kong Island die Wichtigste ist). Leider war das Wetter an diesem Tag nicht so toll (zwar 25Grad, aber sehr bewölktUnentschlossen), also verschob ich dieses Vorhaben auf den nächsten Tag, da ich auf besseres Wetter hoffte. Also disponierte ich kurzerhand um (zum Glück war ich mit einer Karte von HK ausgestattet) und lief zum HK Convention & Exhibition Centre , zum Reunification Monument und zum Golden Bauhinia Square. Leider wirkte alles nicht unbedingt einladend, da am Hafen gebaut wurde. Danach wollte ich zur Queens Rd Central (eine beliebte Shopping-Meile mit vielen internationalen Bars und Restaurants) und sah u.a. HK Academy For Performing Arts, Statue Square, Mandarin Oriental und Chater Garden. Ich muss zugeben, dass HK nicht besonders groß ist und die meisten Sehenswürdigkeiten gut zu erreichen sind. Nach etwas „Schaufenster-Shopping“ (die Preise waren unbezahlbar) und einem Frappucino von Starbucks (zum Glück nicht teurer als wie in Deutschland), fuhr ich mit der U-Bahn zum „Temple Street Night Market. Hier erhoffte ich mir mehr Chancen, etwas Originelles zu bekommen. Außerdem ist der Preis auf solchen Märkten immer verhandelbarLachend Und ich hatte Erfolg – Ich werde natürlich jetzt nicht alle Sachen aufzählen, immerhin sind da für einige von euch Geschenke/ Souvenirs mit dabei, aber meine Hände waren voll als ich zu meinem Hotel gingZwinkernd An diesem Abend registrierte ich auch wie viele Menschen unterwegs sind, aber das störte mich nicht. Iwie gewöhnt man sich hier an alles. Auf dem Weg zu meinem Hotel gönnte ich mir noch zwei Spieße an einem Spieße-Stand, bevor ich total erschöpft in meinem Hotelzimmer landete. Ein wirklich anstrengender, aber sehr aufregender Tag ging zu Ende und am nächsten Morgen musste ich wieder früh raus.

HK Convention & Exhibition Centre Golden Bauhinia Square Im Hintergrund: Halbinsel Kowloon Statue Square Eingang

Am Freitag (16.11.12) klingelte mein Wecker bereits um 6.30Uhr!, denn ich war um 8.00Uhr mit Mr. Hou an der Station Hung Hom verabredet (um die Uhrzeit war die U-Bahn wie ausgestorben), um meinen Passport abzugeben. Denn der eigentliche Grund für meinen Trip nach HK war mein neues Visa. Leider hatte ich bei meiner Einreise nur ein Tourismusvisa von 30Tagen bekommen. Dies hatten meine Gasteltern im Oktober nochmal um 30Tagen verlängern können und nun musste ich nach HK, um mir ein Neues für sechs Monate „zu kaufen“ (für umgerechnet 800Euro!). Es soll jetzt keiner denken, dass ich „illegal“ in China bin, das ist ein ganz offizielles Geschäft – wobei vielleicht ein oder zwei Sachen weggelassen werden^^ Nachdem dies erledigt war (um 14.30Uhr musste ich mein Passport wieder abholen), ging es zum Peak. Das erhoffte bessere Wetter an diesem Tag blieb leider aus, aber wenn man schon in HK ist, muss man dort gewesen sein – Der Peak ist die beliebteste Attraktion. Hinauf fuhr ich mit der legendären Peak Tram. Sie wird von Stahlseilen gezogen und erklimmt eine Höhe von ca. 370m – die Strecke war extrem steil. Auf dem Peak befindet sich der Peak Tower mit der Sky Terrace 428 – eine große Aussichtsplattform mit einem faszinierenden 360°-Blick auf Hong Kong. So hatte ich einen Ausblick auf die Skyline, den weltberühmten Hafen und die Halbinsel Kowloon – Es war einfach überwältigend, obwohl das Wetter da oben alles andere als gut war (siehe Fotos). Jedenfalls war das Zusammenspiel von Wolkenkratzer, die in den Himmel wachsen und den üppig grünen, friedlichen Hügeln absolut unglaublich!

Eingang Die Peak Tram Aussicht von oben Aussicht von oben Aussicht von oben Der Peak Tower Der Weg nach unten

Nach einer kleinen Stärkung beschloss ich zu Fuß hinab zu laufen (ich weiß nicht was Schlimmer ist, der Weg nach oben oder unten), um gleich die nächste Attraktion mitzunehmen – die Mid-Levels Escalators (= das längste überdachte und außenstehende Rolltreppensystem der Welt; bestehend aus 20 hintereinander gestaffelten Rolltreppen und 3 Förderbändern; ist 800m lang; verbindet die Stadtteile Central und Mid-Levels miteinander). Der Escalator fährt von 6 bis 10 Uhr morgens von den Mid-Levels runter nach Central und von 10 bis 23 Uhr fährt er wieder hinauf – natürlich kam ich zur falschen Zeit (denn ich musste von Mid-Levels nach Central) und musste den normalen Gehweg neben den Rolltreppen nutzen. Meine Füße schmerzten schon so unheimlich. Also suchte ich das nächste beste Cafe, bestellte mir einen Milchshake und Bananen-Walnuss-Muffin und schrieb Postkarten, die ich in einem Souvenir-Shop auf dem Peak ergattert hatte. Wie ihr wisst, gibt es rundum ZJG keine Postkarten zu kaufen! Jedenfalls können sich die ersten in ein oder zwei Wochen über eine Postkarte aus HK freuen. Wenn ich jemanden vergessen habe – Ich bin in zwei Wochen mit meiner Sis in China unterwegs, dann werden wieder welche verschickt…Versprochen! Und wer eine haben möchte, wo ich die Adresse nicht habe, kann mir diese auch gern per Mail schicken und dann schreibe ich natürlich eineLächelnd

Mid-Levels Escalators ohne Worte

Danach fuhr ich wieder zur Hung Hom-Station und holte meinen Passport ab. Da ich mich nun auf der Halbinsel Kowloon befand, wollte ich zur Tsim Sha Tsui Promenade. Dort befand sich u.a. die „Avenue of Stars“ mit einer lebensgroßen Statue von Bruce Lee, das HK Museum of Arts, eine Nachbildung der Olympic Torch Beijing 2008, das HK Cultural Centre und der Clock Tower. Obwohl meine Füße immer noch rebellierten, ging ich zu Fuß. Dabei verlief ich mich ein wenig und landete auf dem Campus der Hong Kong Polytechnic University, wo gerade Tausende von jungen Leuten ihren Abschluss feierten. Natürlich bleib ich als einzige Ausländerin nicht lange unentdeckt und ich musste wieder Model stehen (ok, ich muss zugeben, es macht mir nun nichts mehr aus. So sind nun mal die Chinesen und möchte ja, dass sie glücklich sind^^). Jedenfalls kam ich nach ca. zwei Stunden endlich am besagten Ziel an. Auf der „Avenue of Stars“ kannte ich leider nur zwei bekannte Schauspieler (Bruce Lee und Jackie Chan). Trotz des schlechten Wetters war die Aussicht sehr beeindruckend. Danach suchte ich nach einem Post Office, um die Postkarten abzuschicken. Dort geschah eine sehr amüsante Szene: Ich ging zum Schalter, um Briefmarken zu kaufen. Eine kostete 3HK$ und da ich neun Karten hatte, musste ich 27 HK$ bezahlen. Ich gab also dem jungen Mann 50 HK$ und bekam 22HK$ zurück! Als ich ihn daraufhin ansprach, dass 1HK$ fehlt, nahm der Herr einen Taschenrechner! und gab „50-27“ ein. Als er sah, dass da „23“ herauskommt, bekam ich dann auch von ihm den 1HK$ dazu:D…Menschen gibt’s in China, dass ist unbeschreibbar.

Blick auf Hong Kong Islands Bruce Lee Statue Jackie Chan Olympic Torch HK Museum of Arts Clock Tower

Da um 20Uhr die „Symphony of Lights“ begann, kaufte ich mir in einem Supermarkt noch schnell ein Bier und was zum Knabbern und ging zur Promenade zurück. „A Symphony of Lights“ ist laut Guiness-Buch der Rekorde die weltweit größte regelmäßig stattfindende Lichter- und Klangshow, die 44 der bekanntesten Gebäude Hong Kongs beiderseits des Hafens in Szene setzt. Sie besteht aus farbigen Lichtern, Laserstrahlen und Scheinwerfern, die sich auf die abgestimmte Musik bewegen und dauert ca. 10-15Minuten. Ein absolutes „Muss“ für jeden Besucher, obwohl jeden Tag dasselbe gemacht wird, so dass es nach dem zweiten Mal wohl „langweilig“ wird. An diesem Abend waren wirklich sehr viele Leute unterwegs, aber ich hatte einen sehr guten Platz. Nach der Show fuhr ich nochmal mit der „Ferry“ (Fähre in HK) auf Hong Kong Island, denn so eine Fahrt muss man auch gemacht haben. Der Wellengang war extrem und bei der nur fünfminütigen Überfahrt wurde mir ziemlich flau im MagenStirnrunzelnd Ich war echt erleichtert als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte! Ich genoss nochmal kurz die Aussicht auf Kowloon und fuhr dann mit der U-Bahn zurück zu meinem Hotel. An Schlafen dachte ich aber lange noch nicht, dieses Mal ging es zum „Ladies Market“. Ein sehr beliebter Straßenmarkt in HK. Hier bekommt man alles was das Herz begehrt, z.B. Kleidung, Taschen, Accessoires, Kosmetika und Spielzeug. An alle Mädels: Es ist wirklich schade, dass ihr nicht in den Genuss kommen konntet. Nach ca. 1 ½h „Power-Shopping“ machte ich mich auf dem Heimweg. Ich war wirklich am Ende.

Am Samstag musste ich wieder nach Hause:( Also schlief ich erstmal aus und schaute mir nur noch den Tin Hau Temple an und ging zum Jade Market, um meine letzten Dollar auszugeben;) Dort ersteigerte ich für meine Gastmutter ein Armband. Damit wollte ich meine Dankbarkeit auch zeigen, denn meine Gasteltern machen wirklich sehr viel für mich (ich habe es schon oft erwähnt). So haben sie mir auch den Flug nach HK und das Hotel bezahlt. Gegen 13Uhr ging es von Mong Kok mit dem Zug zurück nach Luko, über die Grenze (mit meinem neuen Visa:)) und von Luhou in das Zentrum von Shenzhen zu der Familie von Roger (Bruder meiner Gastmutter). Zum Nachmittag unternahm ich was mit Rachel (Rogers Frau). Sie meinte auch zu mir, dass mein Chinesisch schon sehr gut ist. Darauf bin ich natürlich sehr stolzLächelnd

Tin Hau Temple Tin Hau Temple Eingang Jade Market

Am Sonntag flog ich dann mit den Eltern meiner Gastmutter von Shenzhen nach Shanghai und mit dem Bus von SH nach ZJG. Ich hoffe wirklich, dass ich nochmal die Gelegenheit bekomme nach HK zu gehen. Die Stadt ist einfach unglaublich faszinierend – Man muss es mit eigenen Augen gesehen haben. Hier noch ein paar interessante Orte und Eindrücke:

So...Ich hoffe ihr konntet eine kleinen Eindruck von Hong Kong gewinnen.

In 13Tagen gibt es dann wieder ein besonderes Ereignis - Meine Schwester kommt mich besuchenLächelnd...Nicole: Ich freue mich wirklich sehr, dass du für mich diese große Reise auf dich nimmst!

Ich denk euch.

Was so alles passieren kann

Dienstag, 30.10.2012

Hallo meine Lieben,

ich glaube mir viel es noch nie so schwer einen Blogeintrag zu verfassen wie der Heutige (ich habe drei Tage dafür gebraucht!). Mein Kopf ist so voll...Erstens ist in den letzten zwei Wochen wieder soviel passiert und zweitens denke ich immer öfters in Englisch. Das ist schon sehr verwirrend^^

Seit  Montag (15.10.) ist mein Gastvater zu Hause. Zum Anfang hatte ich befürchtet, dass ich bei der Arbeit mit Paul ständig beobachtet werde, aber mein Gastvater ist „kaum da“. D.h. er sitzt fast den ganzen Tag in seinem Büro – zum Essen schaut er mal vorbeiZwinkernd - und nutzt die freie Zeit, um eine neue Firma in Deutschland zu gründen, wo auch ich einen wichtigen Beitrag dazu geleistet habe^^ Meine Gastfamilie hat schon mindestens drei Firmen in China, die wirklich sehr gut laufen (vermute ich mal, weil es mir hier an nichts fehlt!). Kein Wunder: Durch Zufall habe ich erfahren, dass meine Gastmutter an der „University of Phoenix“ internationales Management studiert hat und dieser Abschluss ist in China sehr gefragt.

Am Dienstag sah ich zum ersten Mal einen chinesischen Trauerzug. Gegen Mittag liefen ca. 20Chinesen mit geschmückten Kränzen, einem Sarg und einer Kapelle die Straße entlang. Dabei hatte man eher den Eindruck, dass die Chinesen nicht trauern, sondern etwas Feiern. Zum Nachmittag malten Paul und ich ein paar Bilder, wobei er meine Fledermaus für eine Eule hielt (siehe Fotos)Lachend

Am Donnerstag (18.10.) war ich mit Diana unterwegs. Wir trafen uns gegen 19Uhr in einem japanischen RestaurantLachend. Da die Chinesen schon gegen 17.30/18.00Uhr Essen, war kaum was los und so hatten wir unsere „Ruhe“ (zwei Ausländerinnen werden noch öfters angestarrt als nur eine!). Das Essen war sehr lecker und auch das Gespräch mit Diana war wirklich angenehm. Sie ist Englisch-Lehrerin an einer Internationalen Schule und wird bis Juli/ August 2013 hier sein…Wenigstens eine, denn die anderen bleiben „nur“ drei oder sechs Monate, aber dazu später^^ Nach dem Essen gingen wir noch ins Malone´s was Trinken. Das Malone´s ist in Zhangjiagang eine sehr gefragte Bar bei den Ausländern. Seit diesem Donnerstag war ich dann auch fast jeden Tag dortZwinkernd

Von meinem Gastvater hatte ich auch in dieser Woche über einen Arbeitskollegen endlich die Nummern von ein paar deutschen Praktikanten erhalten, mit denen ich mich am Freitagabend zum ersten Mal traf – im Malone´sZunge raus Sie sind wirklich alle sehr nett, die meisten studieren Internationales Management/ Wirtschaft (deswegen das Praktikum in China) und sind Wessi´sCool Zum Glück gibt es nur kommunikative Schwierigkeiten: D.h. ich verstehe manchmal das Schwäbisch nicht (fast alle kommen aus der Nähe von Stuttgart) und sie verstehen mein Sächsisch nicht. Wir sind ca. zehn Leute, wo immer mal wieder jemand dazu kommt oder wieder geht, weil sie nur maximal ein Semester hier sind und am Ende bin ich das „Urgestein“Lachend Gestern „feierten“ wir z.B. den Abschied von Micha – Wir waren beim Thailänder essen und danach natürlich im Malone´s.

Am Freitag (19.10.) war ich mein Visum verlängern. Leider hatte ich bei der Einreise nur ein Tourismus-Visum für 30Tage bekommen, denn es wird immer schwieriger eins zu bekommen (Nicole hat gerade dasselbe Problem!). Dafür musste ich erstmal nachweisen, dass ich 170.000Rnb (umgerechnet 2200Euro) habe und dann hatte ich auch noch von Freitag bis Dienstag „Reiseverbot“Unentschlossen Und jetzt…habe ich WIEDER NUR ein Visum für 30Tage bekommen! Deswegen muss ich am 14.11.12 für ca. drei Tage nach Hong Kong fahren, um mir eins zu kaufen. Zwar bin ich allein unterwegs, aber ich bin schon super gespannt auf die Stadt und werde natürlich alle wichtigen Sehenswürdigkeiten mitnehmenLächelnd Zum Abend probierte ich das erste Mal den traditionellen chinesischen Schnaps „baijiu“...Ich gebe mal kein Statement ab. Ich werde sicher eine Flasche mitbringen und dann kann mal jeder probierenCool

Am Samstag (20.10.) war ich dann zu einem BBQ eingeladen. Der wahrscheinlich legendärste Tag/ Abend, seit ich hier bin. Die Party fand in einer Villa statt, mit Pool und Sauna. Zum Grillen gab es u.a. Muscheln und Hummer (schmeckt mir aber nicht)…Und getrunken wurde Champagner! Leider habe ich keine Fotos gemacht, aber ihr glaubt mir hoffentlich auch so. Zum späten Abend ging es – wie immer – ins Malone´s. Mein Gastvater war auch dort, was ich anfangs iwie unangenehm fand (er muss ja nicht sehen wie ich trinke)…Naja am Ende war mein Morgen besser als seinerLachend

Am Montag (22.10.) war ich mit Paul „einkaufen“, d.h. ich brauchte eigentlich nur Duschbad. Bei den Preisen wäre ich fast aus den Latschen gefallen! Denn unter umgerechnet zwei Euro bekommt man da nichts – Ich will nicht geizig wirken, aber etwas schockierend war das schon…Achso…Und Deo habe ich bis jetzt noch gar nicht entdeckt (Nicole, du hast viel mitzubringen!). Ich bin gespannt wie es nächste Woche wird, wenn ich neue Zahnpasta benötige! Auf dem Rückweg kamen wir an einer Schule vorbei, wo alle Kinder auf dem Hof standen und bei Musik aus dem Mikro „Morgensport“ machten.

Am Dienstag (23.10.) hatte mein Gastvater Geburtstag. Und deswegen gingen wir am Mittwoch in „Hot Pot“ essen! Freunde – Wenn ich etwas vermissen werde, wenn ich wieder in Deutschland bin, dann ist es „Hot Pot“ – Ich liebe es! Man muss sich das so vorstellen, dass man einen Pot (bzw. eine Art Fondue-Schale) bekommt, wo heiße Suppe drin ist, die man sich nach Belieben würzen kann. Dann bestellt man dazu Tofu, Gemüse, Maultaschen, Pilze, …, die man dann im Pot für ein paar Minuten kochen lässt und dann wird gegessen, bis man umfälltZunge raus

Am Freitag (25.10.) waren wir wieder zu einem BBQ eingeladen. Jeder Tisch hatte seinen eigenen Grill mit Grillmeister und einem großen Angebot an Shrimps, Hummer, Gemüse, …. Dabei erlaubte sich mein Gastvater einen Scherz mit mir! Ich sollte für Paul noch ein Würstchen bestellen und ich fragte ihn, wie das auf Chinesisch heißt. Er sagte dann zu mir „wo ai ni“ und ich sprach es ihm natürlich sofort nach. Alle mussten lachen, denn ich hatte zum Grillmeister „Ich liebe dich“ gesagt…Voll peinlich! Aber es war ein wirklich schöner Abend – Es gab sogar ein Programm. Danach gingen wir wieder ins Malone´s (ihr merkt, dass es unsere „Stammkneipe“ ist).

Am Samstag (26.10.) gingen mein Gastvater, Paul und ich Angeln. Deswegen musste ich schon gegen halb9 aufstehen. Das war eine ziemliche Qual, da ich erst gegen 5Uhr im Bett war! Von der Autofahrt bekam ich nicht viel mit, da ich gleich noch etwas Schlaf nachholteZwinkernd Angeln ist nicht unbedingt mein „Lieblingssport“, aber sehr entspannend…Der Campingstuhl von Paul (kann zum Glück bis zu 70kg tragen) war sehr bequemLachend Als wir wieder zu Hause waren, hatten wir „Zuwachs“ bekommen. Meine Gastmutter hatte von ihrem Ausflug drei Krebse mitgebracht (Nicole hat sie auch gesehen!). Am Abend war ich mit meiner Gastmutter wieder beim Frisör – Kopf- und Rückenmassage inklusive – da am Sonntag (27.10.) ihr „Mami´s Day“ war.

Sonntag – „Mami´s Day“! D.h. meine Gastmutter veranstaltet jedes Jahr diesen Tag, an denen sich ca. 15-20Familien treffen und gemeinsam picknicken und spielen (z.B. Eierlauf, Schubkarre, …), damit sich deren Kinder besser kennenlernen. Es war ein wirklich toller TagLächelnd

Weitere Impressionen:

Das Wetter macht hier gerade was es will. Zwar liegt kein Schnee, aber an einem Tag sind mal 25Grad mit blauen Himmel und Sonne und an dem anderen Tag wieder nur 18Grad mit Regen – voll ätzend. Naja…Man macht das Beste draus.

Von meiner Gastmutter habe ich erfahren, dass die „Zahl 4“ in China eine Unglückszahl ist, da sie oft in Verbindung mit dem Wort „Tod“ gebracht wird. Ab diesem Tag ist mir aufgefallen, dass es keine Busnummern gibt, in der die „4“ enthalten ist, in Hotels und Kaufhäusern gibt es keine 4.Etage und in den Autokennzeichen sieht man sehr selten diese Zahl…Aber bei dem Fahrstil ist das auch egal…Wenn da was passiert, dann lag es nicht am Kennzeichen. Die „Zahl 8“ ist die Glückszahl – Gut zu wissen, wenn man wie ich am 8. Geburtstag hatLächelnd

Jeden Freitagvormittag gehe ich mit Paul in einen privaten Kindergarten „Gymbooree“, da werden verschiedene Kurse in Musik, Sport und Malen angeboten. Es macht wirklich großen Spaß (ich darf nämlich auch mitmachen) und es ist sehr altersgerecht gestaltet…Dementsprechend bezahlt man auch dafür.

Mit meiner Gastmutter koche ich immer öfters zusammen chinesisch – Das finde ich richtig gut und es ist gar nicht so schwer. Also Felix und Franzi: Wenn ich wieder da bin, gibt’s zum ersten gemeinsamen Wg-Kochen lecker chinesisch Essen.

Und noch ein paar Bilder:

Ich denk an euch

Der ganz normale Wahnsinn^^

Dienstag, 16.10.2012

Hey liebe Freunde,

erstmal ein großes Dankeschön, dass ihr so fleißig meinen Blog verfolgt…Ich freue mich immer wieder über neue Kommentare und BesucherLächelnd

Nachdem ich in der Golden Week zu den nahe gelegenen Städten gereist bin, kehrte am Samstag meine Gastfamilie zurück und schon hatte mich der Alltag wieder eingeholt. Zum Abend gab es typisch deutsch – Schnitte mit Butter, Käse und/ oder WurstZwinkernd Wobei…Als kleine Überraschung hatte mir meine Gastmutter einen Krebs mitgebracht, den ich probieren MUSSTE. Anfangs war das schon etwas eklig, da ich ihn selbst „auseinander nehmen“ musste – MIT STÄBCHEN! Aber der erste Schreck war schnell überwunden und er schmeckte wirklich sehr gut. Leider ist da nicht so viel dran, deswegen werde ich demnächst mit meiner Gastfamilie selbst welche kochen. Viele werden sich jetzt sicherlich wundern: „Hä, die ist doch eigentlich VEGETARIER“ – EIGENTLICH, denn hier in China ist es nicht so einfach sich vegetarisch zu ernähren! Erstens kann ich nichts lesen und zweitens ist immer in irgendeiner Weise Fleisch oder Fisch in den Produkten enthalten!

 

Am Sonntag wurde ich dann gegen 7.30Uhr von Paul zum Frühstück geweckt! Seit ich hier bin, vermisse ich es wirklich am Wochenende mal auszuschlafen! Der Kleine gönnt mir am Wochenende NUR EINE STUNDE mehr Schlaf als in der Woche...Das ist wirklich hartStirnrunzelnd Jedenfalls fuhren wir nach dem Frühstück in die Metro, um unseren Kühlschrank und die Kühltruhe mit deutschen Produkten aufzufüllen, die man nur in der Metro bekommt! Dafür mussten wir erstmal ca. 30km aus Zhangjiagang herausfahren. Ich freute mich wirklich sehr, denn da bekam ich z.B. KINDER COUNTRY UND KÄSELachend Nach geschätzten zwei Stunden hatten wir drei Einkaufswagen voll und mein Gastvater war um einige Euros leichter! Nach dem Mittag ging ich mit meiner Gastmutter in die Stadt: Als erstes waren wir beim Frisör…Ein TraumLächelnd Denn dort bekam ich eine Rückenmassage, beim Haare waschen wurde mein Kopf massiert, … Ich fühlte mich wie im siebten Himmel! Vom Haare schneiden konnte ich den Frisör gerade noch abhalten! Danach bummelten wir noch etwas durch die Stadt, saßen in einem Kaffe und haben gequatscht – Es war ein sehr schöner Nachmittag mit meiner Gastmutter und wir verstehen uns wirklich gut. Manchmal gibt es zwar noch Kommunikationsschwierigkeiten, aber die gleichen wir durch hochwertige Gestikulation ausZunge raus

In der darauf folgenden Woche sollte Paul eigentlich zum Vormittag in den Kindergarten gehen, aber iwie fehlen immer noch ein paar Unterlagen und so verbrachten wir die Tage zusammen in den Parks (die Temperaturen liegen derzeit immer noch bei 28-29Grad), waren im Wal-Mart im Indoor-Spielplatz oder bastelten für seinen Papa etwas zum Geburtstag. Wenn wir zusammen unterwegs sind, denken alle Chinesen, dass ich seine Mutter wäre, angeblich würden wir uns ähneln! (Paul – schwarze Haare und braune Augen, ich – rot/ blonde Haare und blaue Augen!)…Liebe Nicole: Mach dich auf was gefasst, wenn du im Dezember hier bist…Die werden über uns „herfallen“Lachend Wie die meisten wissen, gab es anfangs sehr viele Schwierigkeiten, aber diese sind so gut wie überwunden und von Tag zu Tag verstehen wir uns immer besser. Manchmal nennt er mich sogar „Mama“, aber das rede ich ihm immer wieder ausZwinkernd

Wenn meine Gastmutter am Nachmittag von Arbeit kam, waren wir meist nochmal unterwegs. Am Dienstag besuchten wir z.B. eine Arbeitskollegin im Krankenhaus. Sie hatte ein kleines Baby bekommen. Es war so süß! Wir brachten natürlich ein kleines Geschenk mit, da es in China so üblich ist. Da aber die Familie der Arbeitskollegin von mir und Paul so begeistert waren, gingen wir  am Ende mit mehr „Geschenken“ nach Hause als wir mitgebracht hatten! Es gab Obst, Süßigkeiten, Tee, …. An diesem Tag waren wir auch in einem Nudel-Schnellrestaurant essen – sehr lecker und vor allem hatten wir NUR ca. fünf Minuten auf unsere Speisen gewartet. Dennoch machten mir die chinesischen Essgewohnheiten (siehe 2. Blogeintrag) das Genießen ziemlich schwer.

Am Donnerstag war ich dann bei einem Fotoshooting von Paul mit dabei – Er ist nämlich Model! Es war wirklich interessant anzusehen, denn es gab nämlich eine „Animateurin“, die Paul dazu brachte zu lachen…Sie zog verschiedene Grimassen, rannte mit ihm um die Wette, …, damit die zwei Fotografen gute Bilder machen konnte. Er wurde auch dreimal umgezogen. Zum Schluss wurden noch ein paar Fotos von Paul und mir gemacht…Der Fotograf hatte meine Gastmutter gefragt und da konnte ich nicht „Nein“ sagen;) Ich bin auf die Fotos gespannt, die können nur SEHR GUT seinCool

Wenn Paul gegen 20Uhr im Bett ist…Ich lese ihm immer eine Geschichte vor und danach singen wir gemeinsam ein „Gute-Nacht-Lied“…mache ich entweder einen abendlichen Spaziergang durch Zhangjiagang oder stöbere im Internet herum. Wie ich schon mal erwähnte, kann man über den Blog Leute kennenlernen, die auch in China sind. Und da entdeckte ich Dorian: Elektrotechnik- Student aus Dresden, der gerade sein Fachpraxissemester in Changzhou (ca. 50km von Zhangjiagang entfernt) macht. Ich schrieb ihn spontan an – denn Dresden verbindet – und erhielt am Freitag gleich eine Antwort. Er lud mich für das Wochenende nach Changzhou ein und spontan sagte ich zu – die beste Entscheidung, die ich treffen konnteLächelnd Bereits am Freitagabend lernte ich so viele neue, super nette Menschen kennen, u.a. aus Spanien, Griechenland, Australien und Deutschland. Zu späterer Stunde ging es dann in den Club „Soho“. Leider sind die Getränke in den chinesischen Clubs sehr teuer, aber für uns „Ausländer“ kein Problem, denn man wird IMMER eingeladenLachend Die Musik und die Leute sind nicht mit Deutschland vergleichbar (wir können das definitiv besser), aber wir hatten unseren SpaßZwinkernd Zurzeit fahren hier alle auf das Lied von PSY „GangnamStyle“ ab! Am Samstag waren wir erstmal typisch chinesisch frühstücken, erkundeten die Stadt, tranken „Kaffee“, auf den wir ca. eine Stunde warteten und mein Iced Latte Macchiato schmeckte auch nicht wie er normalerweise in Deutschland schmecktBrüllend, gingen am Abend in „Hot Pot“ essen (sehr lecker) und natürlich am Abend wieder feiern. Es war einfach ein super tolles Wochenende! In zwei Wochen bin ich zu einer Bad-Taste-Party eingeladen…Wenn man erstmal ein paar Leute kennt, dann fühlt man sich um einiges wohler in China!

Wie ihr also lesen könnt, komme ich immer besser in diesem „noch befremdlichen“ Land zu Recht und fühle mich allmählich angekommen!

Ich denk an euch


Städte-Tour hoch Vier

Samstag, 06.10.2012

Hallo,

der bislang längste Blogeintrag steht euch bevor…Ich hoffe ihr haltet bis zum Schluss durch, denn es gibt wieder viele außergewöhnliche Dinge über das Land und die Leute zu erfahrenZwinkernd

Zunächst muss ich zugeben, dass ich seit dieser Woche immer einen Notizblock bei mir habe, in dem ich alles hinein schreibe, was mir hier passiert und auffällt! Es gibt so viele Dinge, die ich euch unbedingt mitteilen muss/ möchte, dass ich Angst habe, ich würde sie vergessen!

Trotz der Warnung meines Shanghai-Reiseführers (der ausdrücklich daraufhin wies: „BLOSS NICHT, AN FEIERTAGEN VERREISEN“) begann ich den Fehler und begab mich am Sonntag zum Busbahnhof. Dieser  war natürlich total überfüllt und es herrschte das absolute Chaos. Obwohl ich gegen 9.00Uhr dort ankam, konnte mir die Dame am Schalter erst einen Platz im Bus nach Wuxi für 11.20Uhr! geben (dafür bezahlte ich umgerechnet nur 6Euro für 140km!)…Langes Warten war angesagt, dabei betrachtete ich mein Ticket genauer und war total überfordert, denn außer dem Datum und die Abfahrtszeit konnte ich NICHTS lesen. Iwo musste ja stehen mit welchem Bus ich wo abfahre, also sprach ich mehrere Chinesen AUF ENGLISCH an. Nach dem vierten oder fünften gab ich dann endgültig auf, da wirklich niemand Englisch verstand (oder es nicht verstehen wollte). Daraufhin rief ich meine Gastmutter an, erklärte ihr alles und drückte der nächsten Chinesin mein Handy ans Ohr. Meine Gastmutter erklärte ihr dann meine Situation und so bekam ich dann doch noch die letzten wichtigen InformationenZwinkernd

Während der einstündigen Busfahrt lief natürlich KARAOKELachend...In Wuxi angekommen, wollte ich am liebsten wieder umkehren. Es war noch VIEL LAUTER UND VOLLER als in Zhangjiagang…Schon nach 10Min quälten mich Kopfschmerzen und die „Toiletten“ waren eine Zumutung („Toilette“ = Loch im Boden!). Mit einer ausgedruckten Stadtkarte von Wuxi in der Hand, machte ich mich auf dem Weg zu einigen Sehenswürdigkeiten…Zumindest hatte ich das vor…Leider scheint sich die Stadt jeden Monat zu verändern und so gab ich mich mit dem zufrieden was mir über den Weg liefZunge raus Ich entdeckte dann eine sehr schöne Einkaufspassage um einen kleinen Park herum. Dort waren einige Stände aufgebaut (an einem konnte man Goldfische angeln), es wurde Musik gespielt und die älteren Männer saßen in den Pavillons und spielten eine Art „chinesisches Schach“. Als ich dann an einem Stand stehen blieb, um Schuhe anzuprobieren, passierte das Unglaubliche: Ein Chinese fotografierte mich. Anfangs dachte ich noch, soll er mal machen, aber er hörte einfach nicht mehr auf! Ich fühlte mich leicht bedrängt und suchte das Weite! In solchen Momenten wäre ich am liebsten unsichtbar oder würde gern so aussehen wie eine Chinesin. Schade, dass ich meine Sonnenbrille in Deutschland vergessen habe…So wäre wenigstens noch etwas Anonymität da! In Wuxi fiel mir zum ersten Mal der extreme Unterschied arm – reich auf, der sich in den darauffolgenden Tagen auch in den anderen Städten deutlich zeigte. Ich sah viele Menschen, die bettelten oder Essen in den Mülleimern suchten – sehr traurigStirnrunzelnd

Am Montag fuhr ich mit dem Bus in die zwei Stunden entfernte Stadt Yangzhou. Etwas optimistischer meine geplanten Ausflugsziele dieses Mal zu erreichen, machte ich mich auf den Weg. Trotz Stadtplan musste ich mal wieder feststellen, dass ich genauso planlos war wie in Wuxi. Zum Glück traf ich jemanden, der Englisch verstand  und mir den Weg zeigteLächelnd Dabei wies er mich daraufhin, dass mein ausgedruckter Stadtplan von Yangzhou „alt“ wäre – voll krass, denn laut Internet war der von 2011! Ich schaute mir den Lotus-Park an, sah von weiten die Wefeng-Pagode und besuchte den Garten des Herrn He (Zum Glück konnte ich noch ein paar Fotos machen, bevor meine Kamera den Geist aufgab). Auf dem Rückweg sah ich dann am Straßenrand eine sehr alte Frau, die einen weißen Kittel trug. Sie gab sich als Ärztin aus und „untersuchte“ die Leute…Das fand ich ziemlich skurril! Dennoch gefiel mir Yangzhou besser als Wuxi. In Zhangjiagang angekommen, lief ich nach Hause und sah zum ersten Mal einen Unfall, bei dem Fahrstil war es sowieso nur noch eine Frage der Zeit! Ich selbst habe mich an die Fahrweise gewöhnt.

Dienstag war „Faulenzer-Tag“. Ich blieb in Zhangjiagang, um mich von den letzten zwei Tagen zu erholen… Außer schlafen, essen und lesen, machte ich nichts!

Am Mittwoch ging es dann nach Suzhou, auch bekannt als „Venedig des Ostens“Lächelnd Das erste Mal erlebte ich einen Busfahrer, der endlich mal die Bremse und Außen-/ Innenspiegel vorschriftsmäßig  einsetzte und nicht hupte. Kurz vor Suzhou kamen wir in einen Stau, aber da die Chinesen immer in Eile sind, wurde auch der Standstreifen als Fahrspur benutzt! Leider war der Typ, den ich über den Blog kennengelernt habe, in Shanghai! So blieb mir nichts anderes über als die Stadt wieder allein zu erkunden…Die Stadt scheint sehr beliebt zu sein, denn alle Touristen-Attraktionen waren super überlaufen, die Polizei musste den Verkehr regeln und ich sah die meisten AusländerZwinkernd Egal, denn endlich hatte ich mal alles geschafft, was ich mir an dem Tag vorgenommen hatte. Ich lief zum „Tiger Hill“ (war mir aber zu teuer!), dann zum „The Lingering Garden“ (da wurde ich wieder nach Fotos mit Chinesen gefragt), weiter zum „The Lion´s Grove Garden“ durch eine sehr schöne Passage. Dort probierte ich sowas wie eine Reisrolle – sehr lecker:) Zum Schluss lief ich an „The North Temple Pagode“ vorbei – Insgesamt waren das ca. 40km (Marathon fast geschafftCool – siehe Foto) und mir taten die Füße höllisch wehUnentschlossen Auf dem Weg zur Busstation lief ich am Yangtze lang – wunderschöne KulisseLächelnd Positivste Erfahrung an diesem Tag: Im Bus von Suzhou nach Zhangjiagang lernte ich Diana kennen. Sie ist Russin/ Kanadierin, arbeitet in Zhangjiagang und bleibt bis Juli 2013…Sie ist sehr nett und die gesamte Busfahrt unterhielten wir uns über alle möglichen Dinge. Dabei wurden wir von den Chinesen permanent angestarrt!

Am Donnerstag war meine letzte Station Changzhou. Der Bus startete pünktlich 9.30Uhr (wie jeden Tag – die Chinesen scheinen sehr großen Wert auf Pünktlichkeit zu legen). Dort verbrachte ich den Tag im „Hongmei Park“. Es gab  einen kleinen Vergnügungspark für Kinder, viele Stände mit chinesischen „Köstlichkeiten“ (einiges probierte ich auch aus) und Flamingos. Zum ersten Mal besuchte ich auch einen Tempel – den „Tianning Temple“…unbeschreiblich! Die schrecklichste Erfahrung an diesem Tag: Ein Junge (ca. drei Jahre alt) kackte mitten auf eine  Brücke im Park  – WIDERLICHStirnrunzelnd Es scheint hier auch keine Pampers zu geben, denn bis jetzt habe ich immer Babys/ Kleinkinder mit offenen Hosen gesehen (die Hosen haben von vorn nach hinten ein Schlitz), damit die gleich hinmachen können, wo sie gerade stehen…wie dieser Junge!

Gestern ließ ich die ereignisreiche Woche in Zhangjiagang ausklingen. Ausschlafen war leider nicht drin, denn wie jeden Tag wurde ich spätestens um 8.00Uhr von unserer Katze geweckt (mit einem „Dauer-Miau“). So verbrachte ich den Nachmittag im Zhangjiagang Park, in dem ausnahmsweise viele Menschen vorzufinden waren (seit den Feiertagen wirkt Z. wie ausgestorben!). Ehrlich gesagt, ist mir „meine Kleinstadt“ am liebstenZwinkernd Schade nur, dass es hier kaum Sehenswürdigkeiten gibt und es schwieriger ist, Ausländer kennenzulernen!

Jeden Abend und Tag hört und sieht man Feuerwerke…Dabei habe ich festgestellt, dass mir das Land nachts besser gefällt als tagsüber. Leider kühlt sich das Wetter auch allmählich ab, so dass wir am Tag nur noch 24-25Grad haben (ohne Sonne).

Was mir noch so aufgefallen ist:

Plateauschuhe sind total in (die habe ich vor ca. 15Jahren mal getragen), überall gibt es KFC (die Chinesen scheinen Hühnchen zu lieben), die Leute sind sehr kitschig (z.B. Pärchen tragen gern dieselben Shirts) und trinken sehr gern Bubble TeaZwinkernd,  in keiner Stadt konnte ich Postkarten ergattern ( ihr müsst euch also nach ein wenig gedulden!) und Mittagsschlaf hat sehr hohe Priorität!

So…Den Rest hebe ich mir fürs nächste Mal aufZwinkernd

Ich denk an euch.

Meine erste Arbeitswoche

Samstag, 29.09.2012

Hey,

neuer Eintrag, neue Eindrücke und Erfahrungen, die es mitzuteilen gibt. Also Lesebrille auf und bis zum Ende durchhalten.

Am Montag begann nun das harte Arbeitsleben für mich…Und das heißt morgens 7Uhr aufstehen! Ich bitte um eine Tüte Mitleid von Jedem, denn wer mich kennt, weiß, dass das überhaupt NICHT zu meinen Stärken zählt. Aber wie lautet ein altes Sprichwort: „Morgenstund hat Gold im Mund.“ Und spätestens wenn ich am Frühstückstisch sitze, bin ich putzmunter, da Paul sehr viel zu erzählen hat. Danach helfe ich ihm beim Anziehen und Zähne putzen und gegen 8Uhr bringt uns meine Gastmutter in einen der nahe gelegenen Parks, von denen es sehr viele und sehr schöne in Zhangjiagang gibt. Es gibt sogar einen Park mit Strand, nur leider darf man da nicht baden…Die Chinesen machen es trotzdem! So verbringe ich mit Paul die Vormittage bei (noch) strahlendem Sonnenschein – Sonnenbrand ist da vorprogrammiert – an der frischen Luft und backen Sandkuchen, schaukeln und rutschen oder klettern über Steine.  Sehr häufig werden wir  von den Leuten angesprochen…Am Donnerstag bekamen wir (mal wieder!) Süßigkeiten geschenkt. Danach geht’s mit dem Taxi nach Hause, ich koche oder versuche es zumindest – Hauptsache es ist nicht mit Reis! Gegen 12Uhr bringe ich Paul ins Bett und ich nutze die „freie Zeit“ ebenfalls zum SchlafenLachend Zum Nachmittag wird draußen oder drinnen gespielt, gebastelt oder gemalt. Gegen 18Uhr kommt meine Gastmutter nach Hause und wir unternehmen noch Etwas. Am Dienstag waren wir z.B. in einem Wellness-Spa! Es war so genial und entspannend. Ich fiel wie tot ins Bett – noch nicht mal zu meinen abendlichen Spaziergang durch die Stadt konnte ich mich nochmal aufrappeln. Da es die letzten drei Tage zum Frühstück wie auch zum Abendbrot chinesisch gab, war ich froh als mein Gastvater am Donnerstag wieder kam (in der Woche ist er immer in Nanjing oder Shanghai) und es zum Abendbrot „Schnitte“ gab. Am Freitag waren wir zum Mittag beim Italiener…Die Pizza war vortrefflichLächelnd…Ein Hoch auf die europäische Küche.

Ab morgen sind Oktoberferien (meine Gastmutter sagt dazu immer „Oktober-Festival“) und ganz China ist unterwegs! So auch meine Gasteltern – Sie sind gestern bis nächsten Samstag ca. 1300km in den Süden Chinas gefahren (dort wohnen die Eltern meiner Gastmutter)…Und ich habe URLAUBCool Seit Tagen hört und sieht man wegen dem Festival um und in Zhangjiagang Feuerwerke! Obwohl meine Gastfamilie nur zu dritt ist, war das Auto voll! Gut, dass ich in Z. geblieben bin, denn ins Auto hätte ich bestimmt nicht mehr gepasstZwinkernd. Ich nutze die Woche, um mal ausschlafen (halb9 war ich heute dann doch schon munter) und um in die umliegenden Städte wie Yangzhou, Changzhou, Suzhou,…Tagesausflüge zu machen. Über den Blog habe ich auch schon jemanden kennengelernt, der in Suzhou wohnt und der mir die Stadt zeigen möchte. Heute war ich mal auf der Shopping-Meile von Z. In ca. vier Läden habe ich mich hinein getraut, denn erstens ist es mir immer noch unangenehm wie mich die Leute anstarren und zweitens wurde ich in zwei Läden von den Verkäuferinnen regelrecht „verfolgt“. Entweder die dachten, ich klaue oder ich habe viel Geld. Gekauft habe ich dann NUR ein Geburtstagsgeschenk für Paul. Mit dem Shoppen warte ich noch bis Dezember, wenn meine Schwester hier istLächelnd Meist bin ich zu Fuß unterwegs, aber ich habe von meiner Gastmutter auch eine „Fahrradkarte“ bekommen…Vll werde ich sie die Woche mal nutzen. Auf dem Rückweg kam ich noch an einem Park vorbei, wo der Tempel von Z. steht (so einen Tempel gibt es in jeder Stadt und jedem Dorf Chinas). Bis zum Tempel direkt habe ich es nicht geschafft, da es bereits 17.30Uhr war (gegen 18Uhr wird es dunkel) und etwas orientierungslos war ich auch. Zum Glück hatte ich mich dann doch noch nach Hause gefunden. Jetzt kenne ich den Weg und am Dienstag schaue ich mir die Tempel an.

Wenn man so durch die Straßen läuft, fallen mir auch immer wieder neue Eigenarten der Chinesen auf – Zum Beispiel rotzen die einfach auf die Straße/ auf den Bürgersteig (Manieren kennen die einfach nicht), lassen ihre Kinder überall hin pinkeln und die Frauen scheinen schon in Schuhen mit ca. 10-15cm Absatz geboren zu sein. Eig habe ich auch zwei Videos von den Frauen, die jeden Abend vor unserer „Haustür“ tanzen, aber die kann ich leider nicht hochladenUnentschlossen

Heute habe ich zum ersten Mal selbst chinesisch gekocht…Reis mit Pilzen, Erbsen und etwas zu scharfen Peperonis…Ein Glas Milch musste da Beistand leisten^^ Dazu schaute ich mir „Asterix, der Gallier“ an (mein Gastvater hat die gesamte Kollektion) – Schande über mich, aber ich habe noch nie alle Filme gesehen!

Gerade genieße ich mein erstes chinesisches Bier…Und es schmecktZwinkernd

Morgen ist der erste Tagesausflug – nach Wuxi – geplant. Ich hoffe ich komme heil an und finde mich wieder zurück.

Bis dahin…Ich freue mich über jeden Leser!

Ich denke an euch

Anbei die Fotos:

 

Zhangjiagang...Und was dazu gehört

Montag, 24.09.2012

Hallöchen,

die erste Woche ist vorbei und seit gestern zeigt sich auch das Wetter von seiner besten Seite…Während ihr in Deutschland Jacke tragen müsst und es wahrscheinlich regnet, genieße ich herrlichen Sonnenschein bei 30-32GradCool…Der Spruch, China wäre das Land der aufgehenden Sonne, scheint sich in den letzten zwei Tagen zumindest hier zu bestätigen.

In den letzten zwei Tagen hatte ich die Möglichkeit meine Stadt „Zhangjiagang“ zu erkunden. Dabei beobachtete ich viele Unterschiede zu Deutschland, sah sehr erstaunte Menschen (die meisten hielten mich für eine Amerikanerin) und entdeckte schöne Orte, die ein „Unglück“ hervorrufen mussten;)…Aber dazu später.

Allgemein lässt sich über Z. schreiben, dass es eine „Kleinstadt“ in der Jaingsu-Provinz ist, die am Yangtze-Fluss liegt (Mückenstiche sind da vorprogrammiert – derzeitiger Rekord: sechs Stiche binnen fünf Minuten!). Sie ist flächenmäßig mit Dresden vergleichbar, in der aber ca. 1,3Mio Menschen leben. Bis nach  Shanghai fährt man 1 ½ h (eine Reise dorthin ist auch schon in Planung)…Am besten ihr schaut euch mal auf folgender Seite ein kurzes Video über Z. an: http://www.chinatravelguide.com/ctgwiki/Zhangjiagang (Ich fand es ganz „witzig“! Es wird sehr viel gebaut und dennoch gibt viele schöne Parks zum Relaxen oder Picknicken.

Hier gibt es keinen Flughafen und keinen Bahnhof, so dass man meist auf Taxi oder Bus angewiesen ist. Im Gegensatz zu Dtl. ist es hier sehr preiswert, jedoch muss ich mich noch an deren Fahrstil gewöhnen…Der Verkehr ist das reinste CHAOS und bedarf starker Nerven! Niemand kennt die Verkehrsregeln und die meisten haben ihren Führerschein iwo gekauft. Und wenn man kein Auto hat,  fährt Mann bzw. Frau bzw. Kind! mit einem elektrischen MotorradZwinkernd

Am Sonntag fuhr ich mit meiner Gastmutter und Paul auf einen Obst- und Gemüsemarkt und lernte viele neue Sachen kennen, z.B. Miniäpfel, grüne Mandarinen, …. Des Weiteren gab es auch Krebse, Frösche und SCHLANGEN zu kaufen, die man essen konnte. Es war sehr interessant zu beobachten. Dort probierte ich auch zum ersten Mail einen Reiskeks – sehr leckerLächelnd Nach dem Mittagessen machte ich mich allein auf dem Weg, um einen nahe gelegenen Park anzuschauen. Dabei machte ich viele Fotos und träumte vor mich hin, dass ein Sturz vorhersehbar war. Mit blutenden Knien setzte meine Entdeckungstour fort und wurde von jedem vorbeifahrenden und vorbeilaufenden Chinesen angeschaut, angehupt oder angesprochen...Und es lag nicht an den Verletzungen! (Und Kleinstädten wie Z. findet man sehr selten Europäer/ Amerikaner/ … vor) Mir wurden oftmals verschiedene Sachen zum Essen angeboten…Ich fühlte mich wie ein kleines Kind, dass verwöhnt werden musste, damit es nicht davon läuftLachend…Ein bisschen unheimlich war das schon und ich war sehr erleichtert, als ich unser Apartment erreichte!

Heute verbrachte ich den Vormittag mit Paul in einer Shopping-Mall nahe der Arbeitsstelle meiner Gastmutter, um dort zum Mittag zu essen. Er zeigte mir alle Geschäfte, vor allem die gefühlten 20Spielhallen, wo sich schon zum Vormittag um 10Uhr die Kinder und Jugendlichen vergnügten.  Zum Glück spielt er lieber draußen und so konnten wir das schöne Wetter genießen. Zum Mittag gab es dann wie Sonntag ein typisch chinesisches Gericht, dass man sich folgendermaßen vorstellen muss: Reis oder Nudeln, Gemüse und Fisch oder Fleisch! Da der Fisch immer mit Krähten serviert wird und ich dies nicht wusste, musste ich mich leider auf die Toilette begeben… Peinlich berührt von meinem Benehmen, entschuldigte ich mich bei den Leuten (wir waren ca. 10Personen an einem Tisch) und wollte eigentlich weiter essen. Etwas Optimismus getankt, dass die anderen Sachen besser schmecken würden, verging mir der Appetit nach gefühlten zwei Minuten endgültig! Alle Chinesen veranschalteten ein Konzert aus Schlürfen, Schmatzen und Rülpsen…Ich war angewidertUnentschlossenTischmanieren gibt es hier nicht! Im Großen und Ganzen schmeckt das Essen dennoch  gut. Es ist gewöhnungsbedürftig, aber es gibt sehr viel Gemüse, nur bin ich binnen zwei Tagen schon von Nudeln und vor allem Reis „genervt“.

Heute Abend (gegen 18.00Uhr ist es schon dunkel) war ich mit meiner Gastmutter und Paul nochmal in der Stadt…Ich war sehr erstaunt und fasziniert wie Z. am Abend wirkt. Z.B. tanzt jeden Abend eine Gruppe von 30-40Frauen vor unserer Haustür zu Musik:) Die Stadt scheint nie zu schlafen, denn außer an den Feiertagen haben immer alle Geschäfte geöffnet (auch sonntags), manchmal bis 24Uhr oder durchgehend.  Zwar habe ich noch nicht viel gesehen, aber mir gefällt es in Z. sehr gut und ich finde die Stadt sehr interessant. Vom 30.09.-07.10.2012 ist in China Mittherbstfest und am 01.10. ist Nationalfeiertag. Ich bin schon sehr gespannt was mich erwartet:)…Das ist wie bei uns zu Weihnachten, nur mit 50Mio. Menschen mehr!!!

Viel Spaß beim LesenLächelnd

Ich denk an euch.

P.s.: Jetzt hätte ich fast vergessen zu erwähnen, dass Z. sogar einen Vergnügungspark hat...Der steht ganz oben auf meiner To-Do-ListeZunge raus


Eine abenteuerliche Zeit beginnt

Montag, 17.09.2012

Hey meine lieben Freunde,

endlich angekommenLächelnd Zwei super anstrengende Tage liegen hinter mir, an denen ich viel erlebt, gesehen und erfahren habe.

Wie die meisten von euch wissen, begann meine Reise am Dresdner Flughafen, begleitet von Nadine und Alex (vielen vielen Dank nochmal, dass ihr beiden da wart…Ihr seid die Besten). Dort traf ich dann am Check-In auf meinen Gastvater und den kleinen Paul und gemeinsam flogen wir gegen 13Uhr von Dresden nach Frankfurt/ Main, um dann um 18.30Uhr nach Nanjing aufzubrechen. Während der langen Aufenthaltszeit in F. ließ ich es mir in der Business-Class so richtig gut gehenCool Wenn ich mal nicht am Essen war, ließ ich mir die kostenlosen alkoholischen Getränke schmecken und versuchte meine Gastfamilie besser kennenzulernen. Dabei erzählte mir mein Gastvater, dass er in China als Bauleiter/ Konsultor auf verschiedenen Baustellen arbeitet (damit habe ich Nadines Aufgabe erfolgreich gelöstLachend). Außerdem war er in den letzten 20Jahren in ca. 16 verschiedenen Ländern!!!...Aufgrund seiner Arbeit…Ich würde mal sagen, der Typ ist echt bemerkenswert. Da wirke ich dagegen wie eine Memme, weil ich mir wegen 10Monaten China in die Hosen „scheiße“!

Beim Boarding in den Flieger nach Nanjing überkam mich das erste Mal Panik! So viele Chinesen, ihre Sprache und diese verdammte Hektik! Ich war kurz vorm Durchdrehen…Zum Glück meinte es jemand gut mit mir und ich bekam einen Platz am Fenster und niemand saß neben mir. Und das Essen war auch nicht zu verachten. Jedoch verfolg die Vorfreude, zwei Sitzplätze zum Schlafen nutzen zu können, ziemlich schnell, da es einfach unmöglich schien in irgendeiner Position erholsamen Schlaf zu finden. Außerdem stellte sich heraus, dass mein Gangnachbar gern als notorischer Rülpser fungierte…Widerlich!!! Ca. 30Min vor Landung begann das Flugzeug seine Höhe zu senken und seit diesem Moment, also um 10.30Uhr (chinesische Zeit), habe ich die liebe Sonne nicht mehr gesehenWeinend. So landete ich gegen 11.15Uhr in Nanjing bei Regen und mit einer Sichtweite von ca. 200m und gefühlten 40Grad und 100% Luftfeuchtigkeit…Und ich war mitten drin…Und am SchwitzenUnentschlossen.

Von Nanjing nach Zhangjiagang lag noch eine zweistündige Autofahrt vor uns, die Paul gleich zum Schlafen nutzte. In dieser Zeit erzählte mir mein Gastvater mehr über China. Für unsere Taxifahrt von ca. 170km bezahlte mein Gastvater umgerechnet nur 7Euro…Was für chinesische Verhältnisse ein halbes Vermögen ist, da ein durchschnittlicher Arbeiter, z.B. Verkäufer, ca. 150Euro im Monat verdient. Ich bin wirklich froh, dass ich noch lebe und heil in Zhangjiagang angekommen bin. Der Verkehr und die chinesische Fahrweise – KATASTROPHE! Ich werde in China NIEMALS Auto fahren! Es gibt zwar Ampeln, aber die werden gekonnt ignoriert sowie alles andere was z.B. über die Straße läuft oder fährt. Hier gilt eindeutig das Gesetz des größten Autos oder des riskantesten Fahrers.

Nach dem Auspacken, fuhr ich mit meiner Gastmutter zur Polizei (es ist vorgeschrieben, dass man(n)/frau sich nach der Einreise in China innerhalb von zwei Tagen bei der Polizei melden muss, ansonsten ist er/sie illegal im Land) und zu Pauls Kindergarten. So bekam ich einen weiteren, klitzekleinen Eindruck von der Stadt…Der lautet: laut, chaotisch, viele hohe Häuser und noch viel mehr Menschen. Um 18Uhr trafen sich meine Gastfamilie und ich mit deutschen Freunden beim Italiener…Ja, ein Italiener in China, der super geile Pasta macht:). Die Leute waren auch sehr nett und ich fühlte mich wohl. Bei der Rückfahrt bestärkte sich nochmal mein Eindruck, dass China vermutlich NIE schläft und auf keinen Fall das „Land der aufgehenden Sonne“ ist!

Ich hoffe, dass ihr Spaß am Lesen hattet. Mir geht es gut, aber nach diesen zwei Tagen konnte ich dem Abenteuer China – wie es leibt und liebt – kaum etwas Gutes abgewinnen. Ich wünsche Euch allen ein schönes WochenendeLächelnd

Ich denke an Euch.   

 

P.s.: Anbei findet ihr noch ein paar Bilder.

 

Und los gehts Über den Wolken Goodbye Deutschland Lecker Der kleine Paul Der Flughafen von Nanjing